Grüne Plätze in Ludwigsburg

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

Schillerplatz Arsenalplatz Ludwigsburg

Öffentlicher Raum und damit Stadtplätze sollen Orte des städtischen Lebens sein. Dies gelingt, wenn unterschiedliche Gruppen anwesend sind, die die Plätze auf verschiedene Arten nutzen. Plätze schaffen Raum für Kommunikation und Begegnung. So kann das gesellschaftliche, soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben verbunden werden. Die Ludwigsburger GRÜNEN schlagen daher die Neugestaltung zweier Plätze vor:

Schillerplatz
Wer vom Bahnhof die Stadt betritt, erlebt Ludwigsburg als weltoffen, geschäftig und mit „Schiller“ voller Kultur. Ein lebendiges Portal für die Schloßfestspiele, für die Film- und die Theaterakademie, usw.. Die neue Gestaltung und die damit verbundene Möglichkeit der Durchquerung laden Gäste, Einwohnerinnen und Einwohner zum Erleben am Schillerplatz ein.

Arsenalplatz
Auf dem Weg zum Marktplatz, zum Blühenden Barock, zum Forum etc. schafft der Arsenalplatz Raum für Jung und Alt zum Verweilen, Ausruhen, „Luft tanken“, Reden, Spielen, Kaffeetrinken, Entspannen usw. Bäume spenden Schatten und Wasserspiele sorgen für Abkühlung. „Ludwigsburg atmet.“

Die Neugestaltung soll Entlastung für das Stadtzentren schaffen, denn nicht nur in Ludwigsburg wird eine Zunahme des Verkehrs mit den bekannten negativen Folgen beobachtet: Chronische Verkehrsüberlastung, Verspätungen, Feinstaub und weitere Umweltverschmutzung. Die europäische Wirtschaft verliert aufgrund dessen alljährlich fast 100 Mrd. €, also rund 1 % des BIP der EU.

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Der geplünderte Planet…

… oder wie geht gutes Leben auch in 50 Jahren.

Schon mit dem Bericht „Grenzen des Wachstums“ hat der Club of Rome 1972 verdeutlich, dass der Ressourcenverbrauch von uns Menschen, den Bestand einer belebbaren Welt gefährdet. Mit dem neuen Bericht „Der geplünderte Planet“ macht der Forscherverbund deutlich, wie ernst die Lage ist. Auf seiner Homepage werden die wichtigsten Punkte zusammen gefasst (Zitat):

  • Die Erschöpfung der wichtigsten Energieträger, nämlich fossile Brennstoffe und Uran, wird bereits jetzt zu einem ernst zu nehmendem Problem. Bald wird das Maximum der konventionellen Ölförderung überschritten sein und das der anderen Öl- und Gaskategorien wird kurz darauf folgen. Die Kohleförderung könnte einige Jahre weiter zunehmen, bedeutet aber eine massive Schädigung der Umwelt. Was Uran betrifft, findet in diesem Jahrzehnt zwangsläufig ein Rückgang in der Förderung prinzipiell aller auf spezifischen Lagerstätten betriebenen Bergwerke statt.
  • Metalle wie Kupfer, Zink, Nickel, Gold, Silber u. a. könnten ihr Fördermaximum in weniger als 20 Jahren erreichen. Einige mineralische Rohstoffe sind aufgrund ihrer industriellen Verwendung besonders kritisch: Es gibt keinen Ersatz für Platinmetalle in Fahrzeugkatalysatoren, Seltene Erden werden für Magnete benötigt und Gallium, Germanium und Indium sind unerlässlich für die Elektroindustrie.  Die Vorräte dieser Rohstoffe könnten in naher Zukunft knapp werden.
  • Die moderne Landwirtschaft ist von Phosphor abhängig, da es ein lebenswichtiges Element für das Pflanzenwachstum ist und durch keine anderen Elemente oder Substanzen ersetzt werden kann. Da sich 75 % des bekannten, abbaubaren Phosphatvorkommens in Marokko und der Westsahara befinden, entwickelt sich Nordafrika zunehmend zu einem geopolitischen Brennpunkt. Ein mit dem extensiven Einsatz von Phosphor in der Landwirtschaft verbundenes Problem ist die Erosion fruchtbaren Bodens als eine langfristige Bedrohung für die Landwirtschaft.
  • Australien, Kanada, Kasachstan, Russland, Brasilien und Südafrika gehört der Großteil der bekannten Uranvorkommen.
  • Chile produziert ungefähr 35 % des weltweiten Kupfers, und China produziert mehr als 30 % des weltweiten Zinks.

Es wird nochmals mehr als deutlich, dass ein Umsteuern unerlässlich ist. Folgende Punkte beziehungsweise Fragen halte ich für wichtig:

  • Wir benötigen eine Transformation der Wirtschaft, die intelligente Lösungen für die zunehmende Ressourcenverknappung schafft. Über den Markt als Möglichkeit die Allokation von Gütern zu organisieren ist bezüglich der Verknappung nachzudenken. Denn das Ausschlussfrage „kann ich kaufen oder nicht“ sollte in Zukunft von dem Ausschlusskriterium geprägt sein „ist der Kauf nachhaltig oder nicht?“ es geht dabei nicht um planwirtschaftliche Elemente, denn diese haben gezeigt, dass auch hiermit keine Nachhaltigkeit geschaffen werden kann.
  • Produkte müssen konsequent recycled werden können. Diese benötigen eine extrem hohe Rückgewinnungsquote für alle knappen Ressourcen. Es ist zu prüfen, ob es ergänzende staatliche oder zivilgesellscahftliche Programme zur Produktentwicklung gibt, um die Marktkräfte entsprechend der zukünftigen Anforderungen zu lenken.
  • Die Energiewende muss in der Politik eine noch höhere Bedeutung gewinnnen, um noch schneller von den knappen Ressourcen unabhängig zu werden. Auch hier sind neben Wirtschaft, die Politik und vor allem die Zivilgesellschaft gefordert.
  • Mobilität ist neu zu bedenken. Dies hat auch Auswirkungen auf die Formen der Arbeit. Die Individualmobität ist so zu gestalten, dass sie ohne knappe Ressourcen auskommt. Der Öffentliche Mobilität ist zu fördern; aber auch dort muss gelten: Nur wenn der Antrieb, mit den knappen Ressourcen schonend umgeht. Dort wo heute noch weites Pendeln und regelmäßige Fernreisen gängige Praxis sind, werden Alternativen zu suchen sein. Es wird auch fraglich sein, ob der weltweite Gütertransport noch in dieser Form existieren kann, oder ob eine regionalisierte Produktion wieder wirtschaftlicher sein kann.
  • Die Sozialpolitik muss sich auf veränderte Ansprüche einstellen. Durch die knapper werdenden Ressourcen werden die Preise für Güter ansteigen und das Auseinanderklaffen von Arm und Reich wird noch sichtbarer.

Insgesamt wird klar, dass sich die Lebenstile von Menschen an die Herausforderungen anpassen müssen. Es wird die Frage sein, ob Politik und Bürgergesellschaft einen entsprechenden Wandel gestalten können, um eine Zukunft zu gestalten, in der auch noch unsere Kinder und deren Kinder gut leben können.

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Der Autor ist Mitglied im DVPJ ……………..

Urbane Landwirtschaft – Guerilla Gardening

„Spannende Idee“ meint Dirk Werhahn

Es wird Zeit sich mit der Idee einer urbaner Landwirtschaft auseinandersetzen. Diese verfolgt u.a. das Ziel, die Potentiale der Nahrungsmittelerzeugung in den Städten deutlich zu erhöhen.

Die Umweltkatastrophe, als Folge der Ölpest im Golf von Mexiko,  macht deutlich, wie gefährlich fossile Brennstoffe sind. Diese Gefahren beschränken sich nicht nur auf deren Verbrennung, sondern auch auf deren Förderung und deren Transport. Mit den Gefahren der atomaren und fossilen Brennstoffe und dem notwendigen Verzicht darauf, ist auch immer stärker die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion in Frage gestellt.

Durch eine urbane Landwirtschaft kann das Regionale und das Lokale wieder an Bedeutung und Wertschätzung gewinnen. In Paris, London oder Berlin entstehen bereits seit geraumer Zeit Community Gardens, Jardins Partagés, City Farms, Interkulturelle Gärten, Nachbarschaftsgärten, Bewohnergärten und andere Formen der Gemeinschaftsgärten. Landwirtschaft kehrt wieder in unsere Städte zurück: Menschen nehmen den öffentlichen Raum in Besitz und begrünen diesen. Sie bauen Lebensmittel mitten in der Stadt an. Diese werden getauscht und geteilt. Es wird gemeinsam gegessen und gefeiert. So entsteht Zugehörigkeit zu sozialen Netzwerken. Es werden neue Erfahrungen mit Heimat gemacht. Die Wertschätzung von Wahlverwandtschaften und von Freundschaften steigt. Menschen können zur Ruhe, sie genießen ein gutes Essen oder einfach den Moment. Das ist Work-Life-Balance.

Zur Urbanen Landwirtschaft gibt es auch ein kleines Video: In diesem Spiel hat der faschistische Diktator einer Stadt, den ganzen grünen Raum in der Stadt abgeschafft! Bäume und Blumen werden verboten! Guerillagärtner machen die Stadt wieder grün und versuchen die apathischen Bürger in den fröhlichen Aufstand mit hineinzuziehen.

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Gemeinderatswahl Ludwigsburg

Wahlaussagen von Dirk Werhahn

Für die Gemeinderatswahlen in Ludwigsburg liegen mir folgende Punkte am Herzen:

  • wahlkampfbildDie Innenstadt soll belebt bleiben beziehungsweise noch belebter werden.  Die WilhelmGalerie ist ein Anfang; nun muss auch der Marstallcenter aufgewertet werden.


  • Ludwigsburg benötigt deutlich mehr Ökoindustrie. Die ist aktiv zu fördern, denn das sind die Märkte und somit die Arbeitsplätze der Zukunft.


  • schiller_arsenalplatz72Für die Menschen, die in Ludwigsburg leben und für die Menschen, die zu uns in die Stadt auf Besuch kommen, brauchen wir viele grüne Plätze und deutlich weniger Autos; sowohl in der Innenstadt wie auch auf der B27. Schillerplatz und Arsenalplatz müssen umgestaltet werden.


  • Demokratie lebt davon, dass Bürgerinnen und Bürger ihre Lebensumwelt aktiv mitgestalten können. Wichtige Angelegenheiten  sollen der Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger unterstellt werden. Dabei  denke ich auch an Bürgerentscheide. Wichtig ist mir, dass die Ergebnisse von  Bürgerbefragungen in die Entscheidung des Gemeinderates einfließen müssen. Mit der Weiterentwicklung des Stadtentwicklungskonzeptes sollen Bürgerinnen und Bürger künftig verstärkt bei der Aufstellung des kommunalen Haushalts beteiligt werden.
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Stimmungsindikatoren

Eine Sammlung von Dirk Werhahn

Im Gegensatz zur realen Wirtschaft haben sie zur Zeit Hochkonjunktur:  Stimmungsindikatoren. Hier eine kleine Sammlung:

  • IfO-Index: Jeden Monat werden rund 7.000 Unternehmen  nach der gegenwärtigen Geschäftslage und den Erwartungen befragt.
  • OECD – Leading Indicators and Tendency Surveys
  • Baltric Dry Index: Nimmt die Verschiffungskosten von Rohstoffen und somit die Vorstufe der Produktion auf. Dadurch wird das Volumen des Welthandels gemessen.
  • Reuters/Jeffries CRB Index: Indiziert die Preise von 19 verschiedene Rohstoffen, wie sie an Warenterminbörsen gehandelt werden.
  • Arbeitsmarktdaten in Deutschland
  • ZEW: Der Index gibt die Differenz der positiven und negativen Einschätzungen von Fachleuten für die zukünftige Wirtschaftsentwicklung für die kommenden sechs Monaten in Deutschland wieder.
  • GfK: Der Index prognostiziert die Entwicklung des privaten Konsums.

Und hier noch ein Index, der auch eine Prognose für die Stimmung abgeben könnte:

  • Klimaschutz-Index: Es werden anhand einheitlicher Kriterien die Klimaschutzleistungen von 57 Staaten beraten und verglichen. Dabei sind mehr als 90 Prozent des weltweiten energiebedingten CO2-Ausstoßes berücksichtigt.
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