Urbane Landwirtschaft – Guerilla Gardening

„Spannende Idee“ meint Dirk Werhahn

Es wird Zeit sich mit der Idee einer urbaner Landwirtschaft auseinandersetzen. Diese verfolgt u.a. das Ziel, die Potentiale der Nahrungsmittelerzeugung in den Städten deutlich zu erhöhen.

Die Umweltkatastrophe, als Folge der Ölpest im Golf von Mexiko,  macht deutlich, wie gefährlich fossile Brennstoffe sind. Diese Gefahren beschränken sich nicht nur auf deren Verbrennung, sondern auch auf deren Förderung und deren Transport. Mit den Gefahren der atomaren und fossilen Brennstoffe und dem notwendigen Verzicht darauf, ist auch immer stärker die industrialisierte Nahrungsmittelproduktion in Frage gestellt.

Durch eine urbane Landwirtschaft kann das Regionale und das Lokale wieder an Bedeutung und Wertschätzung gewinnen. In Paris, London oder Berlin entstehen bereits seit geraumer Zeit Community Gardens, Jardins Partagés, City Farms, Interkulturelle Gärten, Nachbarschaftsgärten, Bewohnergärten und andere Formen der Gemeinschaftsgärten. Landwirtschaft kehrt wieder in unsere Städte zurück: Menschen nehmen den öffentlichen Raum in Besitz und begrünen diesen. Sie bauen Lebensmittel mitten in der Stadt an. Diese werden getauscht und geteilt. Es wird gemeinsam gegessen und gefeiert. So entsteht Zugehörigkeit zu sozialen Netzwerken. Es werden neue Erfahrungen mit Heimat gemacht. Die Wertschätzung von Wahlverwandtschaften und von Freundschaften steigt. Menschen können zur Ruhe, sie genießen ein gutes Essen oder einfach den Moment. Das ist Work-Life-Balance.

Zur Urbanen Landwirtschaft gibt es auch ein kleines Video: In diesem Spiel hat der faschistische Diktator einer Stadt, den ganzen grünen Raum in der Stadt abgeschafft! Bäume und Blumen werden verboten! Guerillagärtner machen die Stadt wieder grün und versuchen die apathischen Bürger in den fröhlichen Aufstand mit hineinzuziehen.


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Klimaschutz kann Immobilienwirtschaft nutzen

Gelesen von Dirk Werhahn

Grünes HausIm Investmagazin Plan (IVG Immobilien AG) macht Miriam M. Beul in der Sonderausgabe März (Seite 40 ff) auf den wichtigen Beitrag der Immobilienwirtschaft zum Klimaschutz aufmerksam.

Die Mehrkosten für einen Neubau liegen zwischen fünf und zwölf Prozent. Diesen Kosten steht jedoch ein enormer Nutzen gegenüber. Denn Planung und Errichtung machen im Lebenszyklus einer Immobilie nur 20 Prozent der Kosten aus. Hingegen entstehen 80 Prozent der Kosten bei der Nutzung – davon wiederum sind 50 Prozent Energiekosten. (Gerechnet von der Deutschen Energie Agentur, siehe Bericht 2007 S. 18 – 1,3 MB)

Im Artikel ist weiter beschrieben: „In den OECD-Ländern sind Bau, Betrieb und Abriss von Gebäuden und baulichen Ablagen für 25 bis 40 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich, für 30 Prozent des Rohstoffverbrauchs und circa 30 bis 40 Prozent der Treibhausgas-Emmissionen.“

Für Unternehmen, die Immobilen erstellen, kann sich das Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung positiv auswirken. Denn sie können sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, mit denen sie sich von den Konkurrenten abheben.

Dass das Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung nach wie vor noch wenig ausgeprägt ist, kann daran liegen, dass sich Nutzer, Bauwirtschaft, Investoren und Entwickler gegenseitig die Verantwortung zu schieben. Entsprechende rechtliche Vorgaben könnten Klarheit für eine nachhaltige Immobilienwirtschaft und dadurch mehr Klimaschutz bringen.

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Büro mit Zukunft

Gelesen von Dirk Werhahn

„Ein Büro ist ein Büro ist ein Büro“.

Grünes Büro 01In Anlehnung an die US-amerikanische Schriftstellerin Gertrude Stein („Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose“ – aus dem Gedicht Sacred Emily im Band Geography and Plays von 1913) zeigt das Investmagazin Plan (IVG Immobilien AG) in einer Sonderausgabe März (Seite 38 ff) die Anforderungen an Büroräume der Zukunft auf.

Deutlich wird, dass Mitarbeitende Büros brauchen, in denen es neben dem Raum „Denken und Arbeiten“ auch den Raum „Eigenes und Privates“ gibt. Auch ist die Frage, ob Mitarbeitende einen eigenen Schreibtisch benötigen, eindeutig mit „ja“ entschieden.

Bei aktuellen Überlegungen zur Gestaltung von Büroräumen spielen „nutzerorientierte Gesamtgestaltungskonzepte“ eine wichtige Rolle. Folgende Regeln werden sinnvollerweise beachtet:

  • Räumlichkeiten müssen dem Arbeitsablauf entsprechen
  • direkte Kommunikation muss möglich sein – Treffpunkte und Kommunikationszonen
  • Teamzonen und Teambüros
  • Einsatz warmer Farben
  • Glas, Holz, Textilien – keine billig wirkende Kunststoffe

Im Bericht nicht erwähnt, aber nicht unwichtig:

  • gesundheitsfördernde und familienfreundliche Arbeitsbedingungen sind zu schaffen
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen gerecht entlohnt und fair behandelt werden
  • umweltfreundliche Abläufe und Materialien
  • nachhaltig erzeugte Energie (Lichtblick, greenpeace energy, …)
  • mit Pflanzen gegen Bürobeschwerden
  • etc.

Damit Nachhaltigkeit noch stärker in den Bereich des Wirtschaftens einfließen kann, sind Arbeitsplätze noch intelligenter zu gestalten. Es gilt Arbeitsplätze zu entwickeln, die den Arbeitsabläufe, der Organisationsstruktur, den Mitarbeitenden und der Umwelt entsprechen. Dies fördert nicht nur die Motivation und die Leistungsbereitschaft der Mitarbeitenden, sondern auch eine bessere Kommunikation. Und dies ist und wird ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

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Nachhaltigkeit nur mit Suffizienz

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

BlumeNach Meinung des Wuppertal Instituts ist Nachhaltigkeit nur mit einer dreifachen Strategie zu erreichen.

  • Öko-Effizienz, also die Erhöhung der Ressourcen-Produktivität, ist weithin anerkannt.
  • Konsistenz bezeichnet den Übergang zu naturverträglichen Technologien, die die Stoffe und die Leistungen der Ökosysteme nutzen ohne sie zu zerstören.
  • Beide Strategien kommen erst zum Ziel, wenn sie von Öko-Suffizienz flankiert werden. Gemeint ist damit eine Lebens- und Wirtschaftsweise, die dem Überverbrauch von Gütern und damit von Stoffen und Energie ein Ende setzt.

Das bedeutet, Nachhaltigkeit ist nur dann zu erreichen, wenn wir suffizientes (genügsames) Leben und Wirtschaften fördern. Nur dadurch kann es gelingen, den Ressourcenverbrauch zu neutralisieren.

Wenn wir das wollen, dann müssen wir das Postulat Wachstum weiter entwickeln. Denn durch die Forderung höherem Wachtum werden mehr Ressourcen verbraucht als (beispielsweise) nachwachsen können.

Aber über diesen Ressourcenverbrauch, der zu Wachstum führt, schaffen wir laut Volkswirtschaftslehre die Grundlage für die Sicherung des Lebensstandards. Und wer will darauf schon verzichten?

Und trotzdem benötigen wir Suffizienz: Deshalb muss es uns beispielsweise durch politische Arbeit gelingen, unsere Bedürfnisse von den quantitativen Ziele „ich will immer mehr“ hin zu qualitativen Zielen „es muss besser sein“ weiter zu entwickeln.

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