Grüne Autos sind im Kommen

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

Als habe der US-amerikanische Autohersteller General Motors (GM) in den Papieren der GRÜNEN gelesen und sich den Satz „Nur mit neuer umweltschonender Automobiltechnik erreichen wir eine zivilisierte Mobilität.“ aus dem Green Car Concept (pdf – 330 kB) zu Herzen genommen.

Zwar ist nicht ökologische Einsicht Grundlage für das Umdenken von GM, aber der ökonomische Druck ist nun zu hoch: Wegen der steigenden Benzinpreise wird GM verstärkt kleinere Autos mit niedrigerem Kraftstoffverbrauch herstellen. Deshalb will GM in Nordamerika vier Werke schließen, die große Fahrzeuge wie sportlicher Geländewagen und Pick-Up-Transporter produzieren. Ganz deutlich wird der Kurswechsel durch die Überlegungen von GM, die Geländewagenmarke Hummer zu verkaufen. Laut Pressemeldungen sind die Absatzzahlen im Mai gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent eingebrochen.

Die Forderungen der GRÜNEN nach Effizienzsteigerung und Downsizing der Autos wurden in der Vergangenheit von den Automobilherstellen nur mäßig gehört. Es bleibt zu hoffen, dass die deutschen Automobilhersteller die Signale aus den USA nun wahrnehmen und zeitnah die von den GRÜNEN aufgezeigten Möglichkeiten ausschöpfen: Kraftstoffverbrauch senken, weniger Gewicht, Leichtlaufreifen, elektronische Schaltempfehlung und optimierte Verbrennungsmotoren lassen die CO2-Emissionen weiter sinken.

Neben den technischen Möhglichkeiten ist die Weiterentwicklung politisch zu stützen: Die grüne Forderung muss umgesetzt werden, ab dem Jahr 2012 gilt der CO2-Grenzwert von 120 g/km und ab 2020 80 g/km. Fahrzeuge, die 2012 mehr als 240g CO2 ausstoßen, dürfen keine Zulassung mehr erhalten. Daneben muss zeitnah das Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen eingeführt werden. Auch muss es steuerlich positive Auswirkungen haben, wenn ein verbrauchsarmes Auto gefahren wird.

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Mobilität

Lindenstraße 2007DezWie im Grünbuch „Mobilität“ der EU beschrieben, muss eine neue Kultur der Mobilität in der Stadt geschaffen werden. Es ist notwendig, dass Bürger und Entscheidungsträger gemeinsam über Verhaltensänderungen nachdenken. Denn nur durch ein Umdenken können wir erreichen, dass unsere Städte ihre Attraktivität als Wohnort, Reiseziel und Einkaufsmöglichkeit bewahren und dass sie auch künftig als Motoren der Wirtschaft funktionieren.

Ziel muss es sein, Wohnen, Arbeiten und Freizeit näher zusammen zu bringen. So kann Verkehr vermieden werden statt noch mehr Verkehr zu erzeugen. Das bringt spürbare Steigerungen der Lebensqualität in den Städten.

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Einzelhandel vor sich selbst schützen

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

Lindenstraße 2007DezEs hat sich ein natürlicher Reflex eingestellt: Der Einzelhandels wird immer mehr Parkplätze und mehr Verkehr fordern.

Mit bei dieser Forderung ist der Einzelhandel aber vor sich selbst zu schützen. So hat der Einzelhandel in vielen Städten bei der Einführung der Fußgängerzonen den Tod der Innenstädte prophezeit. Aber das Gegenteil ist eingetroffen.

Durch Forschung konnte festgestellt werden, dass die Einführung einer autofreien Stadt keineswegs dem Einzelhandel schadet. Zwar wollen Kundinnen und Kunden die Einkaufsmöglichkeiten gut erreichen. Das heißt regelmäßige Einkäufe ohne ein Auto werden im Nahbereich getätigt oder in Gebieten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar sind (z.B. Innenstädte). BürgerInnen schätzen den Standort Innenstadt gerade wegen seiner guten Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln und genießen auch das speziellen Flair schöner Innenstädte.

Die ökologischen, ökonomischen und sozialen Vorteile einer Stadtplanungsphilosophie der „kurzen Wege“ sind stärker zu gewichten, als die zu erwartenden Einnahmeverluste der monostrukturierten Einkaufszentren am Stadtrand. Einkaufen ist nicht mehr nur der Erwerb von Waren, sondern immer öfter auch Freizeitgestaltung und Erlebnis. Das beeinflußt auch die Umsatzzahlen des Einzelhandels in der Innenstadt bzw. im Nahbereich von autofreien Bereichen.

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