Und es geht doch: dezentrale Energieversorgung

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

Dass Erzeugung, Verteilung und Verbrauch in dezentralen Energieversorgungseinheiten zusammengefasst werden kann, hat das Bioenergiedorf Jühnde bewiesen. Das ganze Dorf mit 750 Einwohnerinnen und Einwohner beteiligt sich und erzeugt seine benötigte Energie (Strom und Wärme) selbst. Sie nutzen eine Energieanlage, die aus einer Biogasanlage und einem Biomasse-Heizwerk besteht. Ein Nahwärmenetz bringt die Energie zu den Haushalten. Laut Finanzial Times Deutschland lohnt es sich für die Jühnder Einwohnerinnen und Einwohner. Denn bisher sind bei einem Verbrauch von 3.000 Litern Öl im Jahr Kosten von rund 3.100 Euro entstanden. Zukünftig kostet die Versorgung mit Fernwärme aus Bioenergie nur 1.700 Euro pro Kopf und Jahr.

Auch wenn es gelingt in den kommenden Jahre 25 Prozent des derzeitigen Energieeinsatzes einzusparen, wird der Energiebedarf auf einem hohen Niveau bleiben. Um einen umweltfreundlichen und von den Menschen akzeptierten Lebensstandard zu gestalten, wird es neben dem Einsatz regenerativer Energien zur verstärkten Nutzung von weiträumig verteilten, auch verbrauchernahen Energieumwandlungsanlagen kommen. Das bedeutet, dass eine Umstrukturierung anzustreben ist, von einem heute zentral ausgerichteten Versorgungssystems hin zu einem System, mit vielen kleineren, dezentralen Einheiten. Die neuen Energiewandler stehen dort, wo die Energie gebraucht wird.

Photovoltaik

Die Umsetzung dieser regenerativen und dezentralen Energieversorgung ist im Windpark Druiberg in dem 970-Seelen-Städtchen Dardesheim (Landkreis Harz) gelungen. Durch die Windräder werden einerseits jedes Jahr etwa 160.000 Tonnen CO2-Treibhausgase eingespart und andererseits schon heute 40 mal mehr Strom erzeugt, als alle Einwohner der Stadt jährlich benötigen. Von den Photovoltaik-Dächer in Dardesheim, die unter anderen der Windpark-Gruppe gehören, wird rund ein Drittel des Stroms aller Dardesheimer Haushalte produziert.

Zukünftig wird es eine Vielzahl kleiner Kraftwerke in der Nähe der Verbraucherinnen und Verbraucher geben. Zentrale und dezentrale Energieversorgung schließen sich keinesfalls aus. Beide Energiesysteme werden nebeneinander bestehen und sich gegenseitig ergänzen. Notwendig ist , dass sie an eine weiterentwickelte Kraftwerksstruktur angeschlossen sind.

Damit die Konzepte einer umweltfreundlichen Energieversorgung flächendeckend gelingen können, ist ein kontrolliertes Verbraucherverhalten ebenso notwendig.

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Städte für Menschen

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

Platz in LudwigsburgDie Stadt stellt den Menschen mit seinen unterschiedlichen Ansprüchen in den Mittelpunkt. Dies gelingt dadurch, dass die getrennten Funktionen des öffentlichen Raums wieder miteinander verbunden und als eine Einheit betrachtet werden. Die Qualität des Lebensraums wird verbessert. Das Konzept wird als Shared Space bezeichet und wird in einem EU-Projekt (pdf – 830 kB) seit 2004 erprobt. Die Stadt Brohmte beteiligt sich mit großem Erfolg daran und die FAZ berichtet darüber. Seit dem 19. Juni ist die neue Verkehrsführung eingeweiht. (Die Bilder zu diesem Beitrag sind in Ludwigsburg aufgenommen.)

Der Augenmerk von vielen für die Stadtplanung Verantwortlichen liegt auf dem Verkehr. Ein Blick in die Städte zeigt, dass die Funktion Verkehrsraum die Gestaltung unser Umgebung entscheidend prägt, obwohl er nur eine der vielen möglichen Funktionen darstellt. Das Konzept Shared Space macht hingegen einen deutlichen Unterschied zwischen Verkehr und Verweilen.

  • Ein Raum zum Verweilen dient dem zwischenmenschlichen Kontakt. Hier ist Raum für Menschen und dieser fordert zu sozialem Verhalten von Mensch zu Mensch auf. An diese Bedingung haben sich auch diejenigen zu halten, die sich auf der Durchfahrt befinden und diesen Raum nur durchkreuzen.
  • Dient ein Raum dem Verkehr, so gelten andere Regeln. Dies gilt sowohl für das Verhalten als für die Gestaltung, denn ein Verkehrsraum soll für eine möglichst schnelle Überbrückung von längeren Abständen. Verkehr ist in der Regel Mittel zum Zweck, einen anderen Ort zu erreichen. Verkehr ist nicht Zweck an sich.

Die verschiedenen Funktionen des öffentlichen Lebens sind miteinander zu vereinigen: Wohnen, Arbeiten, Ökologie, Wasserwirtschaft, Tourismus, Kultur etc. Die Kombination dieser Funktionen erhöht den Erlebniswert unserer Umgebung und macht sie des Verweilens wert, weil wir dadurch einen Einblick in unser gesellschaftliches Miteinander geben und erhalten.

Mit der Zunahme des Autoverkehrs wurden die Straßen immer mehr zum Verkehrsraum definiert. Weite Teile des öffentlichen Raums dienen in der Zwischenzeit hauptsächlich oder sogar ausschließlich dem Autoverkehr. Diesem muss sich alles unterordnen. Und so sehen auch unsere Straßen und Plätze aus. Sie steht ganz im Zeichen des Verkehrs: diese unterstützt zwar einem reibungslosen Verkehrsablauf, aber wir teilen uns den Raum nicht mehr, sondern haben ihn eingeteilt. Er ist ein System von Regeln, Geboten und Verboten geworden, dem wir uns als Menschen anpassen und unterordnen müssen. Verkehrsregeln sind wichtiger geworden als soziale Umgangsformen. Dies gilt es wieder umzukehren, so dass soziale Umgangsformen wieder im Mittelpunkt stehen.

In unseren Städten sollen nicht weiterhin Verkehrsverhalten „so schnell wie möglich, einheitlich geregelt, an einen anderen Ort kommen“ Vorrang haben. Sondern Verweilen mit seinen sozialen Umgangsformen „mit spontanen Einfällen, unvorhersehbar, willkürlich und relativ langsam“ soll im Mittelpunkt stehen. Städte sollen wieder Menschenräume sein und nicht Verkehrsraum bleiben!

Die Anträge des Grünen-Gemeinderats in Ludwigsburg haben die anderen Fraktionen nicht begeistert und wurde nicht angenommen. In Hamburg aber wurde von CDU und DIE GRÜNEN vereinbart: „In jedem Bezirk soll ein Shared-Space-Projekt umgesetzt werden. Die Bezirke sind aufgefordert, geeignete Verkehrsflächen vorzuschlagen.“ Es geht also!

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Mehrgenerationenhaus

Gelesen von Dirk Werhahn

Ein Mehrgenerationenhaus bietet Menschen verschiedenen Lebensalters Raum, sich zu begegnen und gegenseitig von den jeweiligen Kompetenzen der anderen zu profitieren. Die Häuser sind ein Ort, an dem Austausch von Jung und Alt neu gelebt wird.

In einem Mehrgenerationenhaus arbeiten Freiwillige und professionelle Kräfte eng zusammen. Die Häuser vernetzen Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen und schaffen somit Raum, dass sich das Angebot und die Nachfrage für haushalts- und personennahe Dienstleistungen treffen. Mehrgenerationenhäuser können dadurch ein Forum bilden, in dem private und freiwillige Initiativen klug mit staatlichen Leistungen verbunden werden können.

Um Mehrgenerationenhäuser zu fördern, hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein Aktionsprogramm aufgesetzt.

Zu Unterscheiden ist das Mehrgenerationenhaus vom Mehrgenerationen-Wohnen.

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Überdurchschnittlich viele Parkplätze in Ludwigsburg

Gesammelt von Dirk Werhahn

Arsenalplatz 04Folgende Parkmöglichkeiten gibt es derzeit in Ludwigsburg:

  • P 01 Schloss/Marstall: 910
  • P 02 Solitude: 321
  • P 03 Asperger Straße: 308
  • P 04 Oberpaur: 90
  • P 06 Rathausgarage: 320
  • P 07 Bahnhofstraße: 123
  • P 08 Bahnpassage: 76
  • P 09 Lotter: 80
  • P 10 Arsenalplatz 143
  • P 11 O Forum/Blühendes Barock: 252
  • P 11 W Forum/Blühendes Barock: 291
  • P 12 Untere Stadt: 78
  • P 13 Mathilde: 202
  • P 14 Karlsplatz: 64
  • P 15 Scala: 21
  • P 16 Tiefbauamt: 45
  • P 17 Staatsarchiv: 88
  • P+R Ludwigsburg: 68
  • Tiefgarage Kreissparkasse: 600 (geschätzt)
  • Wilhelmsgalerie: 300
  • Walker: 100 (geschätzt)

Das sind mehr als 4.600 Parkplätze in der Innenstadt von Ludwigsburg. Bei rund 87.000 Einwohnerinnen und Einwohner ergibt dies eine Quote von 5,3 %. Dazu kommen noch über 1.970 öffentliche und über 700 private Stellplätze. Wenn man diese mit deutschen Städten, ähnlicher Größenordnung (von Oldenburg mit 159.000 bis Stralsund 58.000 Einwohner) vergleicht, so ist festzustellen, dass nur Regensburg mit 7.700 Parkplätze bei 131.000 Einwohner eine bessere Quote erzielt als Ludwigsburg.

 

ArsenalplatzDer Mittelwert aus dem Vergleich ergibt eine Quote von 3%. Diesen auf Ludwigsburg angewandt, ergibt eine Anzahl von 2.680 Parkplätzen.

Das heißt: Im nationalen Vergleich gibt es in Ludwigsburg überdurchschnittlich viele Parkplätze.

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Kindgerechter Spielplatz

Gesammelt von Dirk Werhahn

Spielplatz 02

Folgende Grundfragen sind bei der Gestaltung eines Spielplatzes zu beachten:

  • Sind kindgerechte Spielabläufe möglich?
  • Welche Pädagogik steckt dahinter?

Ein Sammlung von Orientierungspunkten für einen kindgerechten Spielplatz.

  • Gelände: Hügel, Ebenen, Nischen, Mulden, steile Hänge, flache Böschungen, Kanten usw.
  • Bepflanzung: Hecken, Bäume, Stauden, Wiesen, Rasen, einheimisch und standortgerecht.
  • Materialien: Sand, Erde, Steine, Holz, Lehm, Wasser in gezähmter und wilder Form.
  • Strukturen für Kommunikation: Lauben und Plätze, Häuschen und Hütten, Nischen zum Plaudern und Beobachten.
  • Strukturen für Bewegung: bespielbare Geländeformen, Kletterbäume und Kletterfelsen, Radbahnen, Gerätschaften
  • Veränderbare Gestaltungsbereiche: Flächen, Nischen, Strukturen, die Kinder ständig umgestalten können.
  • Optische und atmosphärische Wirkung: Gesamteindruck, wohlfühlen
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