Klimaschutz: „Land unter…“

Ein kurzer Vorgeschmack von Dirk Werhahn

land-unter-lineAm Dienstag werden wir für den Kirchentages ein etwa elf Kilometer langer blauer Kreidestrich um Bremens Innenstadt ziehen.

Diese Aktion ist Teil des Klimaprojekts des Kirchentags „Tut dem Klima gut“ und  symbolisiert Bremens neue Flutgrenze. Diese Flutlinie ist nicht unwahrscheinlich, da zur Zeit der Klimawandel ungehindert fortschreitet.

Im Rahmen der „Land-unter“-Aktion werden die Kirchentagsbesucherinnen und Kirchentagsbesucher am Freitag aufgefordert, entlang eines Abschnitts der Flut-Linie eine Menschenkette zu bilden.  Die Aktion beginnt um 5 vor 12 Uhr am Bremer Marktplatz und endet um 12.50 Uhr mit einer Menschenkette an den Wallanlagen.

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Grüne Autos sind im Kommen

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

Als habe der US-amerikanische Autohersteller General Motors (GM) in den Papieren der GRÜNEN gelesen und sich den Satz „Nur mit neuer umweltschonender Automobiltechnik erreichen wir eine zivilisierte Mobilität.“ aus dem Green Car Concept (pdf – 330 kB) zu Herzen genommen.

Zwar ist nicht ökologische Einsicht Grundlage für das Umdenken von GM, aber der ökonomische Druck ist nun zu hoch: Wegen der steigenden Benzinpreise wird GM verstärkt kleinere Autos mit niedrigerem Kraftstoffverbrauch herstellen. Deshalb will GM in Nordamerika vier Werke schließen, die große Fahrzeuge wie sportlicher Geländewagen und Pick-Up-Transporter produzieren. Ganz deutlich wird der Kurswechsel durch die Überlegungen von GM, die Geländewagenmarke Hummer zu verkaufen. Laut Pressemeldungen sind die Absatzzahlen im Mai gegenüber dem Vorjahr um 28 Prozent eingebrochen.

Die Forderungen der GRÜNEN nach Effizienzsteigerung und Downsizing der Autos wurden in der Vergangenheit von den Automobilherstellen nur mäßig gehört. Es bleibt zu hoffen, dass die deutschen Automobilhersteller die Signale aus den USA nun wahrnehmen und zeitnah die von den GRÜNEN aufgezeigten Möglichkeiten ausschöpfen: Kraftstoffverbrauch senken, weniger Gewicht, Leichtlaufreifen, elektronische Schaltempfehlung und optimierte Verbrennungsmotoren lassen die CO2-Emissionen weiter sinken.

Neben den technischen Möhglichkeiten ist die Weiterentwicklung politisch zu stützen: Die grüne Forderung muss umgesetzt werden, ab dem Jahr 2012 gilt der CO2-Grenzwert von 120 g/km und ab 2020 80 g/km. Fahrzeuge, die 2012 mehr als 240g CO2 ausstoßen, dürfen keine Zulassung mehr erhalten. Daneben muss zeitnah das Tempolimit von 120 km/h auf deutschen Autobahnen eingeführt werden. Auch muss es steuerlich positive Auswirkungen haben, wenn ein verbrauchsarmes Auto gefahren wird.

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Entmaterialisierung der Wirtschaft

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

Um Wirtschaftswachstum von Klima- und Umweltbelastung zu entkoppeln und somit den CO2 Ausstoß zu reduzieren, ist es sinnvoll sein, den Materialverbrauch und somit den Rohstoffeinsatz zu reduzieren. Dies kann einerseits dadurch gelingen, indem materielle Produkte durch Dienstleistungen ersetzt werden. Andererseits gilt es den Materialeinsatz insgesamt zu optimieren. Dabei sind die spezifischen Materialströme und die von ihnen ausgehenden Umweltbelastungen zu erfassen. Friedrich Schmidt-Bleek hat dafür den MIPS vorgeschlagen. Der “Material-Input pro Service-Einheit”. MIPS basiert also auf dem Rohstoffverbrauch eines Produkts (der aus Eigengewicht plus ökologischem Rucksack besteht).

Das Wuppertal Institut hat eine Tabelle mit Daten zur Materialintensität (MIT) herausgegeben. Es wird deutlich wie viel Materialeinsatz hinter einem Produkt steht.

Wird diese Entkoppelung von Produkten und Materialeinsatz Arbeitsplätze kosten oder schaffen?

Wenn es gelingt auch die kleinen und mittelgroßen Unternehmen mit dem entsprechenden Effizienzwissen auszustatten, ist davon auszugehen, dass eine Steigerung der Energie- und Materialeffizienz (Faktor-X) auch neue Arbeitsplätze schaffen kann.

Wird Verzicht notwendig sein?

Da ein massiver Konsumverzicht in den entwickelten Ländern politisch nur schwer, wenn überhaupt, durchsetzbar ist, sollte die Produktion von Gütern mit niedriger Wertschöpfung wieder regionalisiert werden. Dadurch kann zumindest der exzessive Materialtransport eingedämmt werden. Wichtig ist die technische Weiterentwicklungen der vielen Dinge des tägliche Lebens, um diese mit weniger Materialeinsatz herzustellen.

Einen Beitrag die Zukunft zu gestalten liegt darin, die Dematerialisierung der Produktion und die Entwicklung von CO2-armen Dienstleistungen voranzutreiben. So kann Technik das Ziel von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Baden-Württemberg unterstützen, die materialistische Wachstumsideologie westlicher und östlicher Prägung abzulösen. Doch trotz Regionalisierung und Materialeffizienz sollte auch klar sein, dass Leben nur dann auf der Erde langfristig möglich, wenn entsprechende Einschnitte im quantitativen Lebensstandard stattfinden.

Für eine Menschheit mit lebenswerter Zukunft.

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Klimaschutz kann Immobilienwirtschaft nutzen

Gelesen von Dirk Werhahn

Grünes HausIm Investmagazin Plan (IVG Immobilien AG) macht Miriam M. Beul in der Sonderausgabe März (Seite 40 ff) auf den wichtigen Beitrag der Immobilienwirtschaft zum Klimaschutz aufmerksam.

Die Mehrkosten für einen Neubau liegen zwischen fünf und zwölf Prozent. Diesen Kosten steht jedoch ein enormer Nutzen gegenüber. Denn Planung und Errichtung machen im Lebenszyklus einer Immobilie nur 20 Prozent der Kosten aus. Hingegen entstehen 80 Prozent der Kosten bei der Nutzung – davon wiederum sind 50 Prozent Energiekosten. (Gerechnet von der Deutschen Energie Agentur, siehe Bericht 2007 S. 18 – 1,3 MB)

Im Artikel ist weiter beschrieben: „In den OECD-Ländern sind Bau, Betrieb und Abriss von Gebäuden und baulichen Ablagen für 25 bis 40 Prozent des Energieverbrauchs verantwortlich, für 30 Prozent des Rohstoffverbrauchs und circa 30 bis 40 Prozent der Treibhausgas-Emmissionen.“

Für Unternehmen, die Immobilen erstellen, kann sich das Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung positiv auswirken. Denn sie können sich dadurch einen Wettbewerbsvorteil verschaffen, mit denen sie sich von den Konkurrenten abheben.

Dass das Thema Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung nach wie vor noch wenig ausgeprägt ist, kann daran liegen, dass sich Nutzer, Bauwirtschaft, Investoren und Entwickler gegenseitig die Verantwortung zu schieben. Entsprechende rechtliche Vorgaben könnten Klarheit für eine nachhaltige Immobilienwirtschaft und dadurch mehr Klimaschutz bringen.

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Nur Fliegen ist schöner

Ein Kommentar von Dirk Werhahn

Fliegen02

Ob unterwegs auf Geschäftsreise oder in den Urlaub, immer mehr Reisende nutzen das Flugzeug. Im Jahr 2006 flogen laut Statistisches Bundesamt 5,6 % mehr Passagiere als im Vorjahr.

Neben den negativen Effekten für die Atmosphäre, hat nun beispielsweise der Betreiber des Flughafen in Stuttgart eine Studie veröffentlicht, der zu entnehmen ist, dass eine weitere Start- und Landebahn notwendig ist. Flugverkehr gefährdet somit nicht nur die Luft, sondern auch die Erde.

Doch es gelingt nicht immer auf das Fliegen zu verzichten. Wem Klimaschutz aber wichtig ist, kann das Angebot Atmosfair nutzen. Auf deren Homepage gibt es einen Emissionsrechners, mit dem ermittelt werden kann, wie viel Klimagase die jeweilige Reise verursacht. Dann kann ein Beitrag bezahlt werden, der dazu beiträgt, dass Projekte mit dem Ziel durchgeführt werden, an andere Stelle die Menge klimaschädlicher Gase zu vermeiden. So lässt sich der Schaden, der für die Umwelt durch einen Flug entsteht zwar nicht ungeschehen machen, doch zumindest reparieren.

Beispiel: Stuttgart nach Barcelona

Die Emissionen einer Person auf einem einfachen Flug von Stuttgart nach Barcelona entsprechen der Klimawirkung von etwa 300 kg CO2, insgesamt auf Hin- und Rückflug etwa 600 kg CO2. Diese Menge CO2 kann atmosfair in einem Klimaschutzprojekt für 13,00 Euro einsparen.

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