Mental Fit

Sportler trainieren neben Technik, Athletik auch ihre mentale Fitness. Auch im Alltag begegnen Menschen immer wieder Herausforderungen. Beispiele sind: „Mit der bestimmten Person tue ich mich immer schwer.“, „In Prüfungssituationen läuft es bei mir immer schlecht.“, „Vor vielen Menschen reden mag ich nicht.“ oder „Den letzten Kilometer beim Joggen schaffe ich nicht mehr.“ Erkenntnisse aus dem Mentalen Training können hier helfen und folgende Fertigkeiten geübt werden (aus: „Mentales Training“, Eberspächer, 2012):

  • Gute Selbstgespräche führen. Es wurde festgestellt, dass Scheitern oft damit zusammen hängt, dass Menschen sich dieses selbst einreden. Sie führen Selbstgespräche wie „das schaffe ich nicht mehr.“ Ziel ist, dass Menschen für sich rational erfassen, wie leistungsfähig sie sind und sich dann über positive Selbstgespräche motivieren („Das schaffe ich.“)
  • Selbstwirksamkeit. Selbst davon überzeugt sein, dass die Herausforderung bewältigt werden kann. Dazu müssen Menschen ihre Fähigkeiten und die gestellten Anforderungen kennen sowie sich zutrauen, dass eine Herausforderung zum relevanten Zeitpunkt bewältigt werden kann. Sie können gut innerlich organisiert mit voller Leistung die Aufgabe angehen. („Ich kann das das.“)
  • Die Aufmerksamkeit angemessen regulieren können. Folgende Formen von Aufmerksamkeit sind zu unterscheiden und je nach Situation einzunehmen: Einen weiten (Überblick) und einen engen Blick (Fokus) haben. Sich selbst (intern) und das Umfeld (extern) in den Blick nehmen. Zudem ist es bei der Umsetzung der Tätigkeit wichtig, dass die Aufmerksamkeit weder in die Zukunft noch auf die Vergangenheit gerichtet sind, sondern auf die momentan zu verrichtende Tätigkeit. („Im JETZT sein.“)
  • Gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung. Um erfolgreich zu sein, ist es wichtig die richtige Balance zwischen Mobilisierung und Relaxion zu finden. Wer zu angespannt oder aufgeregt ist, tut sich schwer seine Fähigkeiten abzurufen. Wer zu wenig mobilisiert ist, ebenfalls. Menschen können nur dann gute Leitungen bringen, wenn Sie nicht immer voll angespannt sein. Entspannung kann autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung bringen.
  • Über die Vorstellung das Handeln beeinflussen. Eine zu bewältigende Aufgabe kann mental trainiert werden. Hierbei können Selbstgespräche helfen oder die gesamte Situation vor dem inneren Auge ablaufen lassen. Eine weitere Möglichkeit ist, sich die Aufgabe aus der eigenen Perspektive vorzustellen.
  • Mentales Training. Schritte: Lernen wie eine Situation bewältigt werden kann (inkl. fachliche Hinweise). Beschreiben, wie in einer Situation vorgegangen wird. Den Ablauf lernen (auch per Selbstgespräch). Wichtige Punkte des Ablaufs beschreiben. Diese benennen, um sie in der konkreten Situation nutzen zu können.
  • Ziele setzen. Dabei geht es um realistische Ziele, die ggf. auch revidiert werden. Wichtig ist, dass Ziele vom Willen (inkl. Eigeninitiative und Eigenleistung) geprägt ist und nicht nur von einem Wunsch (ohne aktivierende Schritte). In der Regel werden Wünsche eher durch Zufälle erfüllt.
  • Zielerreichung analysieren. Eine entsprechende realistische Analyse der Zielerreichung kann geübt werden. Dabei sollte neben die Eigen- auch die Fremdwahrnehmung gestellt werden. Sinnvoll ist es die Analysen im Zeitverlauf zu betrachten. Ziel dabei ist zu lernen, wie realistisch und hilfreich die Analysen wahren.
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