Wer investriert in die Zukunft? Der Staat oder die Privaten.

Im Beitrag „“Wieviel Geld steht einer Volkswirtschaft zum Investieren zur Verfügung?“ wurde gezeigt, dass in einer offenen Volkswirtschaft die Investitionsausgaben dem Sparen plus Kapitalzufluss entsprechen: I = SNational + KI

Dabei bedeutet in einer geschlossenen Volkswirtschaft:

SNational = SSPrivat + SStaat
SPrivat = BIP + TR (Transferleistungen) – T (Steuern) – C (Konsumausgaben)

SStaat = T (Steuern) – TR (Transferleistungen) – G (staatliche Güterkäufe)

SNational = (BIP + TR – T – C) + (T – TR – G)

Die Formel macht deutlich, dass Steuererhöhungen oder -senkungen (T) wie auch die Höhe der Transferleistungen  (TR) zwar keine Auswirkungen auf die Höhe der gesamten Sparmenge (SNational) haben. Zu beachten ist, dass je nach Höhe der Steuer (T) entweder dem Privatbereich oder dem Staat mehr Mittel für Investitionen (I) zur Verfügung stehen. Deutschland als offene Volkswirtschaft hat aufgrund des Exportüberschusses einen negativen Kapitalzufluss (KI = IM – Ex). Somit sind die Investitionsmöglichkeiten weiter eingeschränkt.

Fazit: Es liegt in der Entscheidung des Gesetzgebers, wie hoch der Beitrag des Staates oder des Privatbereichs an den Investitionen sein kann.Will der Staat die Investitionen lenken, so kann er durch Steuererhöhung mehr Mittel dem Staat zuleiten. Mit dem gleichen Effekt lassen sich die enormen Staatsschulden abgetragen werden. Zu beachten ist, dass durch die Politik der Steuersenkung in den letzten Jahren das Gegenteil bewirkt wurde und Mittel vom Staat in den Privaten Sektor gelenkt. Hier ist eine Korrektur notwendig. Zudem kann durch die Anpassung der Lohnnebenkosten dafür gesorgt werden, dass der Kapitalzufluss ausgeglichener wird.

Diese Recherche basiert auf dem Buch „Volkswirtschaftslehre“ von Paul Krugmann, Robin Wells, Mai 2010.

Der Autor ist Mitglied im DVPJ ……………..

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