Nachhaltigkeit nur mit Suffizienz

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

BlumeNach Meinung des Wuppertal Instituts ist Nachhaltigkeit nur mit einer dreifachen Strategie zu erreichen.

  • Öko-Effizienz, also die Erhöhung der Ressourcen-Produktivität, ist weithin anerkannt.
  • Konsistenz bezeichnet den Übergang zu naturverträglichen Technologien, die die Stoffe und die Leistungen der Ökosysteme nutzen ohne sie zu zerstören.
  • Beide Strategien kommen erst zum Ziel, wenn sie von Öko-Suffizienz flankiert werden. Gemeint ist damit eine Lebens- und Wirtschaftsweise, die dem Überverbrauch von Gütern und damit von Stoffen und Energie ein Ende setzt.

Das bedeutet, Nachhaltigkeit ist nur dann zu erreichen, wenn wir suffizientes (genügsames) Leben und Wirtschaften fördern. Nur dadurch kann es gelingen, den Ressourcenverbrauch zu neutralisieren.

Wenn wir das wollen, dann müssen wir das Postulat Wachstum weiter entwickeln. Denn durch die Forderung höherem Wachtum werden mehr Ressourcen verbraucht als (beispielsweise) nachwachsen können.

Aber über diesen Ressourcenverbrauch, der zu Wachstum führt, schaffen wir laut Volkswirtschaftslehre die Grundlage für die Sicherung des Lebensstandards. Und wer will darauf schon verzichten?

Und trotzdem benötigen wir Suffizienz: Deshalb muss es uns beispielsweise durch politische Arbeit gelingen, unsere Bedürfnisse von den quantitativen Ziele „ich will immer mehr“ hin zu qualitativen Zielen „es muss besser sein“ weiter zu entwickeln.

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