Energie ist nicht alles…

Nachgelesen von Dirk Werhahn

Sonne grünNach dem Entropiesatz der Thermodynamik strebt Energie innerhalb eines geschlossenen Systems unaufhaltsam und unumkehrbar einem Zustand völliger Verteilung bzw. Dissipation zu. Energie verbraucht sich nicht, nimmt jedoch andere Formen ein. Das ist zwar physikalisch korrekt.

Wenn wir uns jedoch über die Energieversorgung der Menschen Gedanken machen, müssen wir über Energie genauer nachdenken. Das Problem liegt nicht im Mangel an Energie, sondern an der Notwendigkeit, diese in eine von uns gewünschte Energieform zu bringen.

Energie hat Anteile, die umwandelbar sind, und solche, die nicht umwandelbar sind:

  • „Exergie“ steht für jede Art von Energie, die der Menschen in Arbeit umsetzen kann. Sie kann tatsächlich verbraucht werden, indem sie eine andere Form annimmt.
  • Der andere Teil der Energie wird als „Anergie“ bezeichnet. Dies ist jene Form der Energie, die sich nicht nutzen lässt.

Energie ist die Summe aus Exergie und Anergie. Beide Teile zusammen sind konstant. Es kann folgende Gleichung gebildet werden:

Exergie + Anergie = Energie

Mit dem Exergie-Begriff können unterschiedliche Energieformen im Blick auf ihre praktische Nutzung bewertet werden. Der Exergie-Gehalt der Wärme ist in der Praxis relativ gering. Strom besteht jedoch zu hundert Prozent aus Exergie. Die Exergie kann in Anergie umgewandelt werden (meist indem die Energieform genützt wird), umgekehrt geht es nicht.

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