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Einzelhandel vor sich selbst schützen

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

Lindenstraße 2007Dez [1]Es hat sich ein natürlicher Reflex eingestellt: Der Einzelhandels wird immer mehr Parkplätze und mehr Verkehr fordern.

Mit bei dieser Forderung ist der Einzelhandel aber vor sich selbst zu schützen. So hat der Einzelhandel in vielen Städten bei der Einführung der Fußgängerzonen den Tod der Innenstädte prophezeit. Aber das Gegenteil ist eingetroffen.

Durch Forschung konnte festgestellt werden, dass die Einführung einer autofreien Stadt keineswegs dem Einzelhandel schadet. Zwar wollen Kundinnen und Kunden die Einkaufsmöglichkeiten gut erreichen. Das heißt regelmäßige Einkäufe ohne ein Auto werden im Nahbereich getätigt oder in Gebieten, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln sehr gut erreichbar sind (z.B. Innenstädte). BürgerInnen schätzen den Standort Innenstadt gerade wegen seiner guten Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln und genießen auch das speziellen Flair schöner Innenstädte.

Die ökologischen, ökonomischen und sozialen Vorteile einer Stadtplanungsphilosophie der „kurzen Wege“ sind stärker zu gewichten, als die zu erwartenden Einnahmeverluste der monostrukturierten Einkaufszentren am Stadtrand. Einkaufen ist nicht mehr nur der Erwerb von Waren, sondern immer öfter auch Freizeitgestaltung und Erlebnis. Das beeinflußt auch die Umsatzzahlen des Einzelhandels in der Innenstadt bzw. im Nahbereich von autofreien Bereichen.

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