Die Grünen verlieren ihre linken Wähler

Nachgelesen von Dirk Werhahn

Die ARD veröffentlicht auch nach der Hamburgwahl die Wählerwanderung.

Bei einer ersten Studie der Zahlen (24.02.2008 19:42 Uhr) wird deutlich, dass den 16.000 Stimmen, die die Grünen an die SPD und die Linken verloren, nur 1.000 Stimmen Zugewinn aus dem CDU Lager gegenüber stehen. Hier die Zahlen:

  • Gewonnen: 1.000 Stimmen von der CDU und 1.000 von anderen.
  • Verloren: 10.000 an die SPD, 6.000 an die Linke, 1.000 an die FDP.

Weiter ist dramatisch, dass bei den Grünen 16.000 Nichtwähler bei 9,5 % Stimmenanteil festzustellen sind. Hier die Auflistung bei den anderen Parteien:

  • Bei der CDU gab es 41.000 Nichtwähler mehr (bei 42,7 %)
  • Bei der SPD gab es 11.000 Nichtwähler mehr (bei 34,1 %)
  • Bei der FDP gab es 3.000 Nichtwähler mehr (bei 4,8 %)
  • Bei der Linke gab es 9.000 Nichtwähler weniger (bei 6,5 %)

Setzt man die Zahl der Nichtwähler in das Verhältnis zu den Wählern, so wird sichtbar, dass der Nichtwähler-Anteil bei den Grünen am höchsten ist. Ein Vergleich mit den anderen Parteien macht deutlich, dass bei der

  • SPD die Verluste bei den Nichtwählern um den Faktor 5,22 geringer ausfällt.
  • FDP die Verluste bei den Nichtwählern um den Faktor 2,69 geringer ausfällt.
  • CDU die Verluste bei den Nichtwählern um den Faktor 1,75 geringer ausfällt.
  • (Die Linke hat keine Verluste bei den Nichtwählern erfahren.)

Das überproportionale Ansteigen der Nichtwähler und die Verluste an die SPD und die Linke könnte als Signal interpretiert werden, dass die Grünen ihre linken Wähler verliert. Die Gewinne aus dem konservativen Lager sind marginal. Ein Kurswechsel ist notwendig.

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