Nachhaltigkeit nur mit Suffizienz

Ein Beitrag von Dirk Werhahn

BlumeNach Meinung des Wuppertal Instituts ist Nachhaltigkeit nur mit einer dreifachen Strategie zu erreichen.

  • Öko-Effizienz, also die Erhöhung der Ressourcen-Produktivität, ist weithin anerkannt.
  • Konsistenz bezeichnet den Übergang zu naturverträglichen Technologien, die die Stoffe und die Leistungen der Ökosysteme nutzen ohne sie zu zerstören.
  • Beide Strategien kommen erst zum Ziel, wenn sie von Öko-Suffizienz flankiert werden. Gemeint ist damit eine Lebens- und Wirtschaftsweise, die dem Überverbrauch von Gütern und damit von Stoffen und Energie ein Ende setzt.

Das bedeutet, Nachhaltigkeit ist nur dann zu erreichen, wenn wir suffizientes (genügsames) Leben und Wirtschaften fördern. Nur dadurch kann es gelingen, den Ressourcenverbrauch zu neutralisieren.

Wenn wir das wollen, dann müssen wir das Postulat Wachstum weiter entwickeln. Denn durch die Forderung höherem Wachtum werden mehr Ressourcen verbraucht als (beispielsweise) nachwachsen können.

Aber über diesen Ressourcenverbrauch, der zu Wachstum führt, schaffen wir laut Volkswirtschaftslehre die Grundlage für die Sicherung des Lebensstandards. Und wer will darauf schon verzichten?

Und trotzdem benötigen wir Suffizienz: Deshalb muss es uns beispielsweise durch politische Arbeit gelingen, unsere Bedürfnisse von den quantitativen Ziele „ich will immer mehr“ hin zu qualitativen Zielen „es muss besser sein“ weiter zu entwickeln.

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Öl geht aus

PhotovoltaikLaut n-tv hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) die Bundesregierung aufgefordert, mehr Geld in die Erforschung neuer Energietechniken zu investieren. Die bisher eingesetzten Forschungsgelder in Höhe von 417 Millionen Euro reichen nicht aus. Sie müssen laut DIW mindestens verdoppelt werden. Dies vor dem Hintergrund, dass das DIW davon ausgeht, dass das globale Ölangebot aller Voraussicht nach nur noch maximal zwölf Jahre ausreichen wird, um die weltweite Nachfrage zu decken.

Dass Atomenergie nicht die geeignete langfristige Lösung bringt, zeigen die Prognosen über die Uran-Reserven. Laut BWE beträgt die Reichweite etwa 50 Jahre, wenn auch der Teil der Ressourcen einbezogen wird, deren Gewinnung bis zu 130 US-Dollar/t U kosten. Heutige Kosten ca. 40 US-Dollar/t U.

Das DIW kommt zur Einsicht, dass erneuerbare Energiequellen und neue Energietechniken vorangebracht werden müssen. Somit macht das größte Wirtschaftsforschungsinstitut in Deutschland – das sich als unabhängige Institution ausschließlich gemeinnützigen Zwecken verpflichtet und Grundlagenforschung beschreibt – deutlich, dass enorme Veränderungen notwendig sind.

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