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Agrartreibstoffe und Klimaschutz?

Ein Bericht von Dirk Werhahn

Sonne grün

Tempolimit sofort!

Im Wahlprogramm der GRÜNEN [1] von 2005 ist zu lesen:„Unser Ziel bis 2020 heißt: „4×25“. Aus Erneuerbaren Energien, und nachwachsenden Rohstoffen wollen wir bis zum Ende des kommenden Jahrzehnts ein Viertel der heutigen Stromversorgung, ein Viertel der heutigen Wärmenutzung, ein Viertel des heutigen Kraftstoffverbrauchs und ein Viertel der heute produzierten Güter der Chemischen Industrie herstellen. […] Langfristig wollen wir die industrielle Produktion von Gütern und Kraftstoffen umfassend auf eine regenerative Rohstoffbasis stellen. “

Die 25 Prozent Kraftstoffverbrauch aus nachwachsenden Rohstoffen werden nun in Frage gestellt. Hier die Risiken [2]:

Auf dem Biomassekongress der Grünen in Baden-Württemberg geht Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Heißenhuber (Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Landbaus, TU München) in seinem Beitrag [3] auf das Thema „Zur Konkurrenz von Bioenergie- und Nahrungsmittelerzeugung“ ein. Dabei wird u.a. deutlich, dass die Preise für Nahrung mit den Preisen für Agrarenergie zusammenhängen und dass die Agarpreise die Preise für Bioenergie belasten. Unabhängig davon sagt Heißenhuber (sinngemäß): Wenn wir heute ein Tempolimit einführen würden, dann könnten wir die Menge CO2 Emissionen reduzieren, die wir auch durch dem Ausbau der Agarkraftstoffe vermindern könnten.

Dr. Ludger Eltrop (Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, Universität Stuttgart) zeigt „Die Klimabilanz der energetischen Biomassenutzung“ [4] auf und verdeutlicht, dass bei der Kraftstofferzeugung, ein großer Anteil der in der Pflanze gespeicherten Energie verloren geht. Außerdem sei die Emission der Treibhausgase nicht zu vernachlässigen. Er hebt hervor, dass ein nachhaltige Biomasseförderstrategie zwei grundlegende Anforderungen erfüllen muss:

Seine Schlussfolgerungen:

Mein Fazit:

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